Reisebericht: Sportclub Helen Yolanda


Grüner gehts nicht: Samos im Mai
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In Griechenland war ich war schon öfter, aber noch nie im Frühjahr und noch nie auf Samos. Um es kurz vorweg zu nehmen: Ich war begeistert! Super angenehme Temperaturen, bei denen man sich noch gut bewegen kann. Tolle, abwechslungsreiche Wanderungen und ein türkisblaues Bademeer vor der Nase – mit ca. 18 Grad war es für mich schon warm genug zum Schwimmen. Dazu ein kleines, familiäres Hotel, leckere griechische Küche und eine entspannte Froschgruppe. Was will man mehr?

Wegen der recht langen Anreise ab Berlin habe ich erst gezögert, doch nun kann ich sagen: Es lohnt sich, auch nur für eine Woche hinzufliegen! Die meisten anderen Frösche reisten ab Düsseldorf per Direktflug an. Wenn man in Berlin startet, gibt es einen Zwischenstopp in Athen und danach geht es mit einem Inlandsflieger weiter. Kleiner Tipp: Am Flughafen Athen sind die ganzen Geschäfte und Cafés im ersten Stock, nicht unten! Das habe ich erst auf dem Rückweg erfahren.

Zum Glück war es nicht sehr windig an dem Tag, ein bisschen Achterbahngefühl kam in der kleinen Maschine ab Athen nämlich auf. Wir sind aber sicher gelandet und mussten nicht lange aufs Gepäck warten. Dann ging es auch schon weiter mit dem Frosch Transfer zum Hotel. Nach etwa 45 Minuten hatten wir den Sportclub Helen Yolanda erreicht.

Ankommen leicht gemacht

Gleich am ersten Abend konnten wir uns den Bauch beim ausgiebigen Barbecue vollschlagen und uns dabei schon etwas kennenlernen – landestypischer Ouzo zur Begrüßung inklusive. Auch die weiteren Abende gab es immer ein leckeres Buffet. Vor allem die üppigen griechischen Vorspeisen haben es mir angetan mit Aubergine, Tsatsiki, Feta, viel Roter Bete, Linsen- und frischen Salaten. Alles vor Ort frisch gekocht und auch als Vegetarierin bin ich voll auf meine Kosten gekommen!

Am nächsten Tag erkundeten wir bei einer kleinen Einstiegsrunde die nähere Umgebung und den hübschen Ort Kokkari. Besonders praktisch fand ich die Quellen zum Wasser-Zapfen, bei denen wir im Ort und bei den Wanderungen immer unsere Trinkflaschen auffüllen konnten. Apropos Wasser: Das gab es auf der Insel in diesem Winter/Frühjahr scheinbar reichlich – alles grünte und blühte in den kräftigsten Farben! Und bei der Nachtigalltal-Wanderung mit zahlreichen Bachlauf-Überquerungen bekamen so einige von uns nasse Füße. Was aber überhaupt nicht schlimm war, die sind schnell wieder getrocknet.

Traumhafte Wanderungen

Die Wanderungen waren überwiegend ohne lange Anfahrten (15 min mit dem öffentlichen Bus) und boten allesamt schöne Ausblicke auf den Ort Kokkari von oben, das ultramarinblaue Meer oder die grünen Berggipfel im Hinterland mit vielen Kapellen und Weinbergen. Wir pausierten in entschleunigten Bergdörfern, genossen dort frisch gepressten O-Saft und kleine Souvenirläden, teils mit Kunsthandwerk. Sonnige Wege wechselten sich mit schattigen Waldpfaden ab und es duftete herrlich nach Kräutern (Oregano, Salbei, Dill, Lorbeer ...) und Blüten (Ginster, Mohn, Orangen- und Zitronenbäume …). So manche kurze oder längere Steigung war in praller Sonne zu bewältigen, aber es war für alle gut machbar. Immer mit dabei: Dorfhund Manolis. Woher auch immer er wusste, wo wir gerade unterwegs waren – irgendwann tauchte er schwanzwedelnd auf und passte als Hütehund die restliche Tour auf, dass kein Schäfchen von uns zurückblieb. Die eine oder andere Streicheleinheit sprang dabei natürlich für ihn raus.

Dann folgte noch die Picknick-Wanderung zu zwei Stränden – die wohl trotz der Küstenpfade unerwartet anstrengend war, wie die anderen Frösche berichteten. Aber auch sehr lohnenswert. Ich selbst habe an dem Tag einen entspannten Badetag am Tsabou-Strand eingelegt. Mit dem Mountainbike war dieser prima zu erreichen. Ansonsten bin ich nicht Bike gefahren und kann zu den Touren nichts schreiben. Außer vielleicht: Es gibt neben den Bio-Bikes auch E-Bikes, was bei einigen steilen Touren auch gern genutzt wurde. Auf der Insel können so manche Höhenmeter zusammenkommen.

Von Abhängen bis Abtanzen

Die Strände sind übrigens in der Regel keine Sandstrände, sondern Steinstrände mit den typischen runden Kieseln. Ich hatte keine Wasserschuhe dabei, was aber für mich kein Problem war. Es gibt keine Seeigel wie in Kroatien, also nix, was piekst.

Zum weiteren (Sport-)Programm: Das stand in unserer Gruppe weniger im Fokus. Gesurft ist bei uns zumindest keine/r, für Aquafitness war vielleicht das Wasser noch zu kalt (?) und Yoga wurde nur eine Stunde pro Woche gegen Aufpreis geboten. Aber Yogamatten und Faszienrollen standen neben der Bikestation zur freien Verfügung, das schöne Plateau unter Obstbäumen bot sich dafür hervorragend an. Hängematten gab es dort auch. Und Massagetermine konnten gebucht werden. Für die Kajak-Tour hatten wir zu wenige Interessenten, weshalb sie nicht stattfand. Dafür haben wir außer der Reihe spontan einen Abend mit Linedance-Tanzkurs eingelegt, angeleitet durch unsere Frosch-Teamerin Regina. Obwohl ich weder mit Cowboyhüten noch Countrymusik etwas anfangen kann, hat es sehr viel Spaß gemacht! Es geht nämlich auch ohne Country.

Den freien Tag nutzte ich für einen Ausflug nach Pythagorio: Wir haben uns zu viert ein Taxi geteilt, um uns den kleinen Hafenort, das nahegelegene Kloster und den Weltkulturerbe-Tunnel von Eupalinos anzusehen. Der Tunnel ist zurzeit nur ein kleines Stück begehbar wegen Überflutung, und der Guide betont gleich zu Beginn, dass er keine Infos geben kann, nur auf unsere Sicherheit aufpasst. Das war dann für 10 Euro Eintritt etwas weniger als erwartet… trotzdem ist der Tunnel an sich eine erstaunliche Leistung.

Zum Schluss gab es eine weitere Tanzeinlage: Beim Farewell-Abend haben wir noch einmal ausgiebig das Tanzbein geschwungen, den letzten Ouzo, dann den allerletzten Ouzo genossen und die schönen Tage bei der Bildershow Revue passieren lassen.

Fazit – ich komme wieder!

Die Woche war leider viel zu schnell vorbei. Es stimmte für mich einfach alles, ich wäre gerne noch länger geblieben. Samos ist eine tolle Wanderinsel. Und ich mag überschaubare Gruppen, wo schnell eine persönliche Atmosphäre entsteht. Dazu haben auch die Teamer Thomas, Regina, Lisa und natürlich das familiengeführte Hotel sehr viel beigetragen. Danke für die schöne Zeit! 

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